MATEOH Weihnachten 2016

14.12.2016

Weihnachtsbrief von Jutta Lampart:

Ende November - Zeit für das Gespräch mit Anne, unserer Freundin und ehemaligen Nachbarin. Dieses Jahr haben wir uns nicht so häufig gesehen. Aber jede Begegnung ist offen und wertvoll. Ich weiß, dass es ihr 2016 nicht so gut ging. Ausgelaugt haben sie gesundheitliche Probleme, Sorgen in der Familie. Sie spürt mit 61 Jahren nun doch ihre Grenzen, wo sie früher mutig, fast übermütig, Bäume ausreißen konnte. Wie sehr wünsche ich dieser selbstlosen Frau, dass ihre bewundernswerte Energie an der Seite von Pierre André zurückkommt. Sie erzählt von ihren fünf Adoptivkindern, die nun alle schon erwachsen sind.

Am meisten beschäftigt sie noch der 19jährige Thomas. Er hat ein unruhiges Jahr hinter sich. Eine nötige Fußoperation hat ihn schmerzfrei gemacht. Seit Mai wohnt er in Lausanne und wird im Zentrum für Sehbehinderte auf ein unabhängiges Leben vorbereitet. Seine Motivation ist groß, seine Wissbegier zeugt von wirklicher Intelligenz. Wie es aber wirklich in ihm aussieht, kann die Familie nur ahnen.

Kim hat mit ihrem Studium "Internationale Beziehungen" das gefunden, was sie glücklich macht. Die 21jährige wohnt die Woche über in Genf. Es ist kein Wunder bei ihr, dass sie Prüfungen bravourös besteht, einen großen Freundeskreis hat und beliebt ist. Jetzt im 3. Semester kann sie für ein Studentenradio arbeiten. Für ein Lokalfernsehen macht sie Interviews. Furchtlos nimmt sie Einladungen für längere Reisen an und strahlt immer noch ihre unglaubliche innere Kraft aus.

Julie, nun 22 Jahre alt, sehen wir am meisten. Sie ist die treueste Anhängerin unserer Konzerte und der 1. Augustfeier. Es ist wunderschön, ihre Begeisterung zu spüren. Sie arbeitet nach wie vor gern in einer geschützten Werkstatt in Bulle. Den Weg legt sie selbstständig im Bus zurück. Ihre Abende sind ausgefüllt: Tanzen, Hundedressur, Schwimmen. Am wichtigsten ist ihr aber am Wochenende ihr Amt als Messdienerin. So viel Ernsthaftigkeit ist anrührend.

Anna, 29, wohnt mit Gregori in Villars-sur-Glâne. Sie ergänzen und helfen sich in ihren Behinderungen auf liebevolle Weise. Die große Neuigkeit in ihrem Leben: Sie ziehen zwei kleine Katzen auf, Straßenkinder aus Italien.

Christina, 33, ist eine tüchtige Frau. Ihre aufgeweckte Mia hat mit der Schule begonnen, sie kann nun ihr Beschäftigungspensum im hiesigen Altersheim vergrößern. Ungeduldig wartet die kleine Familie auf ein Adoptionskind aus Asien. Christina ist dankbar für ihren Lebensweg.

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